Máté Fall

Unser Sohn, Máté, ist in der 25. Schwangerschaftswoche (mit Kaiserschnitt), ohne Stimme, in einem besonders schlechten Zustand, mit 2-4-7 Apgar-Werten geboren. Es wurde uns gesagt, dass er den nächsten Tag wahrscheinlich nicht erleben wird.
Aber Máté gab nicht auf! Obwohl seine Stimme für weitere 3 Monate wegen einer Reihe von Pneumonien und der Beatmung nicht zu hören war, ist er am Leben geblieben. Mit 2 Tagen erlitt er eine rechtseitige Hirnblutung zweiten Grades. Er hatte oft sehr tiefe Abstürze der Sauerstoffsättigung, er war für Monate in Lebensgefahr. Wir konnten ihn nicht aufnehmen, umarmen, nur streicheln im Inkubator. Die einzigen physischen Reize waren die Interventionen der Ärzte und Krankenschwester, womit seine Entwicklung langsamer wurde. Obwohl die Beatmung im Alter von 3 Monaten aufhörte, konnte Máté nur mit Sauerstoff im Leben bleiben, so blieb er bis zum Alter von 5 Monaten auf der Intensivstation.
 Mittlerweile wurde bei ihm der Verdacht auf Infantile Zerebralparese diagnostiziert, den Grad kannte man nicht. Im Alter von 5 Monaten machte Máté eigentlich nichts. Er hat unsere Finger gedrückt, wenn wir ihn angefasst haben, blickte herum und schnullte, worüber wir uns unter den Umständen sehr gefreut haben, und wir wussten dass der Rückstand sehr groß ist. Er war noch am Beatmungsgerät, als wir mit der Leiterin der Intensivstation, Prof. Dr. Márta Katona, besprochen haben, dass wir Máté mit DSGM behandeln lassen möchten. Die Gymnastik konnte erst im Alter von 4,5 Monaten, bei stabilem Zustand begonnen werden. Der Krankengymnast an der Klinik beschäftigte sich mit Máté 4-5-mal pro Woche. Für einen Monat erfuhren wir keine Verbesserung, dann von einem Tag auf den anderen hat die Entwicklung begonnen. Er fing an seinen Kopf zu heben und nach Sachen zu reichen.
 Die Sauerstofftherapie war leider noch immer nötig, wir konnten ihn nach langer Organisierung im Alter von 8 Monaten mit Sauerstoff und Pulsoxymeter nach Hause nehmen. Die Behandlung wurde von Frau Márta Kocsisné Benczédi übernommen, mit wem wir seit Monaten in Verbindung standen. Wegen des Sauerstoffmangels von Máté kam sie anfangs zweimal pro Woche zu uns nach Hause. Als die Sauerstofftherapie nicht mehr nötig war, wir gingen zur Behandlung zu "Tante Márta", wen wir seitdem ins Gebet genommen haben, denn zum Wunder unseres Wunderkindes war Ihre Arbeit, Opferbereitschaft unerlässlich.
Máté drehte sich im Alter von 1 Jahr ohne Hilfe auf seinen Bauch, mit 15 Monaten stand er an allen Vieren, mit 17 Monaten saß er alleine und mit 18 Monaten fing er an zu krabbeln. Wir erreichten die einzigen Entwicklungsphasen schön langsam.
Máté ist jetzt 2,5 Jahre alt und läuft selbstständig. Er spricht sehr viel, sagt Merksprüche und wurde zu einem cleveren kleinen Bursche. Er reagiert ein bisschen langsam und scheu auf Sachen, aber wir hoffen, dass er seine Altersgenossen in alles einholen wird. Er hat alle Chancen dazu.